Lhoist Werk in Flandersbach

Harmonisierung der Werkslogistik bei Lhoist

10 Jahre seit dem ersten internationalen VAS-Roll Out

Lhoist und Axians IAS feiern ein besonderes Jubiläum: Vor 10 Jahren fiel mit dem Go-Live des VAS Yard Management Systems in Hindlow, UK, der Startschuss für die Harmonisierung der Werkslogistik an allen europäischen Standorten. Heute profitieren in Summe 49 Werke in 11 Ländern auf 2 Kontinenten von einheitlichen Prozessen und einer stabilen Systemlandschaft.

Sieben verschiedene Versandsysteme in den europäischen Werken – darunter das VAS Yard Management in Deutschland – uneinheitliche Prozesse und keine gemeinsame Basis: 2013 beschloss Lhoist, heute mit 135 Standorten weltweit und einer globalen Kundenbasis einer der international führenden Hersteller von Kalk und Calciumcarbonat-Produkten, die gruppenweite Harmonisierung der Werkslogistik. Das Ziel: Standortübergreifend einheitliche Standards für Systeme und Prozessabläufe zu schaffen.

VAS überzeugt im internen Benchmark: Deutsche Installation als Blaupause

Die Entscheidung für VAS als neuen Standard fiel nach einem internen Benchmark, bei dem die Versandsysteme der europäischen Werke verglichen wurden: „Der reaktionsschnelle, kompetente Support und die hohe Verfügbarkeit des Systems waren die ausschlaggebenden Kriterien“, erinnert sich Waldemar Bischoff, Business Analyst bei Lhoist Germany, der das Harmonisierungsprojekt begleitete, „da unser Versand 24/7 läuft, musste das neue System absolut ausfallsicher sein.“

Überzeugt hat das VAS Yard Management auch in punkto Benutzerfreundlichkeit und durch die Möglichkeit, Automatisierungen zu realisieren. „Hier boten andere Systeme deutlich weniger Spielraum“, sagt Bischoff. Da VAS hardwareunabhängig einsetzbar ist, können sowohl bestehende Hardware als auch nachgerüstete Systeme einfach integriert werden.

Lhoist Werk Flandersbach
Lhoist Werk in Flandersbach

Ein weiterer Pluspunkt: Die kurz zuvor erfolgte Harmonisierung der deutschen Werke. „Hier haben wir eine wichtige Vorarbeit geleistet“, sagt Philipp Lenz, Team Lead Software Development bei Axians IAS, „und die Prozessharmonisierung mit VAS an einem realen Projekt demonstriert.“

Ausgangspunkt war die Entwicklung eines kundenspezifischen VAS-Templates: Mit einheitlichen Vorgaben, Layouts und Prozessdefinitionen bildet das Template eine gemeinsame Basis für alle Werke und bietet gleichzeitig durch seinen modularen Aufbau genügend Flexibilität, um individuelle Anforderungen und Abläufe einzelner Standorte abzubilden. So können weitere Werke mit minimalem Aufwand integriert werden – unabhängig von Standort oder Größe.

Integration der Kernprozesse bei VAS-Installation in Hindlow

2015 ging die erste internationale VAS-Integration in Hindlow, UK, live. „Mit Hindlow haben wir uns bewusst für ein Werk ohne Automatisierungen entschieden, um uns auf die Umsetzung unserer Kernprozesse zu konzentrieren“, erklärt Waldemar Bischoff.

Da für Kalk strenge branchenspezifische Vorgaben an die Materialqualität gelten, ist für Lhoist neben der Werkseinfahrt und -ausfahrt auch die Materialbeprobung ein Kernprozess. Daher wurden die Laborprozesse und -freigaben in der VAS Yard Management Lösung integriert und die Qualitätskontrolle der Lhoist so um eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme auf Werksebene ergänzt: Der Lieferschein wird erst erstellt, wenn die vom Kunden geforderte Qualität nachgewiesen wurde.

„Der Roll-Out in Hindlow verlief reibungslos“, erinnert sich Philipp Lenz, „Das deutsche Template hat den Prozess deutlich erleichtert – ebenso wie die Mitarbeiter vor Ort, die den Wechsel aktiv unterstützt haben.“

Lhoist Werk Hindlow
Kleine Zeitreise: Das Werk Hindlow vor 10 Jahren

Fortlaufende Integration neuer Werke und Technologien

Nach dem erfolgreichen initialen Go-Live begann die gruppenweite Harmonisierung – ein Prozess, der bis heute andauert: Das jüngste Werk wurde 2025 angebunden. Insgesamt sind heute 49 Werke der Lhoist in 11 Ländern auf 2 Kontinenten harmonisiert und profitieren von einheitlichen Prozessen und einer stabilen Systemlandschaft.

Dabei wird das VAS Yard Management laufend an neue Anforderungen angepasst – ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung des Bahnverladungsmoduls. „Axians IAS zeigt sich sehr offen, das VAS Yard Management weiterzuentwickeln und neue Prozesse abzubilden“, lobt Waldemar Bischoff.

Diese Flexibilität stellt sicher, dass Lhoist zukunftssicher agieren kann: So wurde Hindlow mit zwei Selbstbedien-Terminals für Check-In und Check-Out inkl. Ein- und Ausfahrtsverwiegung automatisiert, um dem erhöhten LKW-Aufkommen gerecht zu werden und gleichzeitig Personalressourcen effizienter zu nutzen.

Nach der Harmonisierung der europäischen und asiatischen Werke wird derzeit die Einführung von VAS Yard Management in Brasilien evaluiert, während Anfang 2026 im deutschen Werk Flandersbach mit VAS SafetyFlow, einer Anwendung für digitale Sicherheitstrainings und automatisierte Zugangskontrolle, die neueste Entwicklung von Axians IAS in den Produktivbetrieb ging.

LKW am VAS Selbstbedienterminal bei Lhoist

VAS Fahrerselbstbedienung

Vollautomatisiert, fehlerfrei: Mit den VAS Selbstbedien-Terminals und angebundenen Waagen können Fahrer Registrierung und Einfahrtsverwiegung einfach selbst vornehmen. Der Fahrer registriert sich über einen QR-Code oder andere geeignete Identifikationsmaßnahmen am Terminal, das System führt durch alle Check-In Schritte und die Einfahrtsverwiegung und weist vollautomatisch den richtigen Ladeplatz zu.

Synergieeffekte durch Harmonisierung

Durch die Hardwarunabhängigkeit des VAS Yard Managements konnte Lhoist neben der Werkslogistik auch seine Hardware-Infrastruktur mit Komponenten bewährter Lieferanten harmonisieren und seine Prozesse so weiter verschlanken: Statt Ein- und Ausfahrt mit zwei Terminals zu unterscheiden, läuft der VAS Self-Service für beide Prozesse nun auf einem einzigen Terminal.

Zehn Jahre nach Projektbeginn zieht Waldemar Bischoff ein positives Fazit: Durch die Harmonisierung seien die Werke nicht nur vergleichbar geworden, sondern könnten aktiv voneinander lernen und profitieren.

Lhoist

Über Lhoist

Lhoist wurde 1889 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Belgien. Heute ist die Lhoist-Gruppe einer der weltweit führenden Hersteller von Kalk, Dolomitkalk und Mineralienlösungen mit über 130 Standorten in mehr als 20 Ländern.

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Telefon: +49 731 1551-0
Mail: info@axians-ias.com

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